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ND Filter - Was verbirgt sich hinter seinem Namen

ND Filter - Was verbirgt sich hinter seinem Namen 

In diesem Blogeintrag wollen wir Ihnen nocheinmal alles rund um den ND Filter erklären. Vorweg einmal die unterschiedlichen Bezeichnungen dieses Filters. Ein ND Filter ist auch unter den Namen Graufilter, Neutradichtefilter oder auch neutral density filter bekannt. Mit diesem Filter gelingen einem in der Fotografie unwirkliche Effekte. Für die meisten uns für uns sind Graufilter, die es in den unterschiedlichsten Stärken gibt, in der Fotografie nicht mehr wegzudenken. 

Doch was genau ist ein Graufilter überhaupt und wozu wird dieser sinnvoll eingesetzt? Wie wendet man den ND Filter richtig an? Und existieren große Qualitätsunterschiede zwischen unterschiedlichen Graufiltern und Herstellern? Wie lässt sich die korrekte Belichtungszeit berechnen? Diese und eine Reihe von weiteren Fragen rund um den Neutraldichtefilter beantworten wir Ihnen in diesem Blogeintrag. 

Was macht der Graufilter? 

Bevor wir Ihnen verraten, wie man mit einem ND Filter fotografiert und welche Graufilter für den Anfang am besten geeignet sind, erklären wir Ihnen zuerst was einen Graufilter überhaupt ausmacht. Im Endeffekt ist ein Graufilter nichts weiter als eine abgedunkelte Scheibe, bei Kase aus optischem Glas gefertigt, die vor dem Objektiv der Kamera angebracht wird. 

Die Aufgabe des ND Filters ist dabei, das auf den Kamerasensor treffende Licht zu reduzieren. So lassen sich die Belichtungszeiten wie gewünscht anpassen und auch Langzeitbelichtungen realisieren. 

Doch warum sollte man die Belichtungszeit überhaupt anpassen wollen? Es gibt viele unterschiedliche sinnvolle Einsatzzwecke für den Graufilter, welcher für viele Fotografen zu den wichtigsten Filtern überhaupt gehört. Einige davon haben wir im Folgenden aufgeführt. 

Anwendungsbeispiele für Langzeitfotografie 

  • Fotografie von fließenden Gewässern und Wasserfällen, um eine weiche Darstellung der Fließbewegung abzubilden. 

  • Glättung von Gischt, Brandung und Meerewogen, denn bei sehr Langzeitbelichtungen dieser ergibt sich der bekannte Nebeleffekt. 

  • Aufnahme eines Windeffekts: Getreidefelder, Bäume und andere sich im Wind bewegende Objekte lassen sich mit einem Graufilter festhalten. 

  • Durch höhere Verschlusszeiten lassen sich bewegende Personen eliminieren. Dies ist vor allem bei Aufnahmen von belebten Straßen und Gebäuden zur besseren Konzentration auf die Architektur sinnvoll.  

  • Mit Graufiltern lassen sich auch geisterhafte Personenaufnahmen, Wischeffekte und Doppelbilder erzielen.  

  • Durch die geringere Belichtung lassen sich auch Gewitter bei Tag fotografieren. 

  • Durch Langzeitbelichtungen von teilweise mehreren Sekunden lässt sich der Straßenverkehr in der Dämmerungsphase mit den Lichtspuren der Fahrzeuge aufnehmen. 

  • Aufnahmen des Sternenhimmels durch Belichtungszeiten von mehreren Sekunden bis zu einigen Minuten möglich. 
     

Doch wie funktioniert ein ND Filter genauer? 

Wie bereits weiter oben beschrieben ist ein ND Filter im Grunde eine Glasscheibe, welche man auf das Objektiv schraubt oder in einen unserer Filterhalter steckt. Der Graufilter fungiert wie eine Sonnenbrille für das menschliche Auge. Schaut man ohne Sonnenbrille zu lange in die Sonne, dauert es nicht lange, bis man von diese einen stark blendet. Bei Kameras ist dieser Effekt auch zu beobachten. Der Sensor einer Kamera ist mit der Iris des Auges vergleichbar. Die Sonne oder andere Lichtquellen können den Sensor somit auch "blenden" , wenn diese zu hell sind. Die Folge davon ist, dass das Bild zu hell wird und dadurch unbrauchbar. Ein ND Filter reduziert das Licht, eine gewisse Anzahl von Blendenstufen. 

ND Filter bieten wir Ihnen in diversen Stärken und Größen an. Die unterschiedlichen Stärken haben wir Ihnen unten aufgelistet, beginnend mit der schwächsten Dichte: ND4, ND8, ND16, ND64,  ND1000. Die wichtigsten und am häufigsten zum Einsatz kommenden Filter sind dabei die ND8, ND64 und ND1000 Graufilter. Der  Namen beschreibt auch gleichzeitig seine Funktion: So lässt sich mit einem ND1000 Graufilter das Bild 1000 mal länger belichten, als dies ohne Filter möglich wäre. Die Graufilter, welche wir im Anbgebot haben, gibt es zum einen als Runfilter (in den Durchmessern 67 mm bis 112 mm) und als Rechteckfilter passend für unsere Filterhalter (in den Größen 75x100 mm, 100x100 mm, 100x150 mm, 150x150 mm, 150x170 mm, 170x170 mm und in 170x190 mm). Die unterschiedlichen Stärken haben wir Ihnen in einer Tabelle zusammengefasst dargestellt: 

 

Neutraldichte  

Durchlässigkeit 

Verlängerungsfaktor (bspw. ND 2) 

Anzahl Blendenstufen 

0,6 

25% 

4 

2 

0,9 

12,6% 

8 

3 

1,2 

6,3% 

16 

4 

1,8 

1,6% 

64 

6 

3,0 

0,1% 

1.000 

10 

Der ND1000 Filter kommt vor allem an sehr sonnigen Tagen mit grellen Lichtverhältnissen zum Einsatz. Dadurch erzielt man, trotz hellem Licht, weiche Effekte. Den ND64 Graufilter nutzen die meisten Fotografen am liebsten, da dieser besonders vielseitig einsetzbar ist. Damit lassen sich sowohl am Tag längere Belichtungszeiten erzielen, als auch bei schummerigen Licht aufregende Effekte erzielen. 

Wie sollte ich bei eine Aufnahme mit Graufilter vorgehen?  

  1. Zuerst sollte man die Kamera aufbauen, am besten auf einem Stativ. 

  1. Nun stellt man die gewünschte Brennweite, Bildausschnitt und Blende ein. 

  1. Dann sollte der Autofokus deaktiviert werden, um eine manuelle Fokussierung durchzuführen. 

  1. Im Anschluss die Kamera die korrekte Belichtungszeit ohne Graufilter bestimmen lassen. 

  1. Die Kamera in den manuellen Modus (M) oder wenn vorhanden in den Bulb-Modus (B) stellen. 

  1. Den Graufilter aufschrauben/aufstecken oder in den Filterhalter schieben, je nachdem welche Art von Filter angewendet wird. 

  1. Dann kann die neue Belichtungszeit mit Graufilter anhand des verwendeten Filters und einer Korrekturtabelle (siehe unten) genau bestimmt werden. 

  1. Im idealfall sollte die Aufnahme dann mittels eines Fernauslösers ausgelöst werden, um Verwackelungen zu vermeiden.  

  1. Das fertige Bild bertrachten! 

 

ND Filter für die Landschaftsfotografie? 

Bsonders in der Landschaftsfotografie sind ND-Filter von Bedeutung, um die Landschaft so ruhig wie möglich darzustellen. Hierfür sind ein gutes Beispiel stehende Gewässer, welche selbst an völlig windstillen Tagen leichte Wellen an der Wasseroberfläche aufweisen. Um dann eine glatte Wasseroberfläche auf dem Bild zu erzeugen muss die Verschlusszeit groß genug gewählt sein, damit die kleinen Wellen bereits Bewegungen hinter sich haben, bevor diese abgebildet werden. Kommt dabei kein ND-Filter zum Einsatz, würde die höhere Verschlusszeit jedoch zu einer Überbelichtung führen, welche das Bild unbrauchbar machen würde.  

Ein weiteres gutes Beispiel für den Einsatz von Graufiltern in der Landschaftsfotografie, ist das Fotografieren von Sternen. An fast allen Tagen gibt es wenigstens ein paar Wolken am Himmel. Durch lange Belichtungszeiten lassen sie diese ebenfalls "ausblenden". Wie bereits erwähnt kann auch in der Fotografie von Gebäuden der Einsatz eines Graufilters helfen. Da hier mit Hilfe eines Stativs theoretisch stundenlang belichtet werden kann, hinterlassen sich bewegende Menschen bzw. Fahrzeuge keine Abbilder auf dem Lichtsensor der Kamera. 

Sollte man zu runden oder eckigen ND-Filtern greifen? 

Wir bieten Ihnen runde Ausführungen zum anschrauben bzw aufstecken und eckige für separate Filterhalter an. Die eckigen Graufilter haben einen großen Vorteil. Denn soll der Horizont einer ebenen Landschaft fotografiert werden, dann ist der Himmel häufig überbelichtet. Ein eckiger ND-Filter kann dann so in den Filterhalter eingeschoben werden, dass dieser im Blickfeld bis zum Horizont reicht. Dadurch kann der Himmel selektiv abgedunkelt werden. 

Welcher Graufilter ist für den Start sinnvoll? 

Wenn man mit der Filterfotografie noch ziemlich weit am Anfang steht, emopfehlen wir Ihnen mit einem ND64 Graufilter zu beginnen. Dieser dunkelt nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach ab, sondern liegt mit seiner Wirkung ziemlich genau in der Mitte. So lässt sich Vieles ausprobieren.  

Fortgeschrittenen Fotografen empfehlen wird jedoch ein komplettes Filterset. Denn nur dann hat man die Freiheit zu entscheiden, welcher Filter für die vorliegende Situation der Richtige ist. Um die richtige Auswahl zu treffen helfen wir von Kase Ihnen gerne weiter! 

Entstehen durch Graufilter Farbfehler? 

Wie weiter oben bereits erwähnt, gibt es zwei unterschiedliche Filtervarianten. Bei unseren hochwertigen Glasvariante entstehen, unserer Erfahrung nach, keinerlei Farbfehler im aufgenommenen Bild. Der Nachteil dabei ist, dass man für sehr gute Filter etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Günstiger sind dann nur Kunststofffilter. Aufgrund des Herstellungsprozesses treten hier allerdings häufiger Farbfehler im Bild auf. Dabei gilt leider wie es häufig der Fall ist, „You getwhat you pay for“. 

Gibt es Abstriche in der Bildqualität durch die Nutzung eines ND-Filters? 

Leider leidet die Bildqualität immer etwas, sobald man etwas vor das Objektiv schraubt. Bei unseren hochwertigen Glasfiltern ist diese Verschlechterung jedoch so gering, dass diese nicht auffallen. Denn unsere Filter werden aus hochwertigen optischen Glas gefertigt, welches die Farben so neutral wir möglich abbildet. Anders sieht dies bei Kunststofffiltern aus. Besonders bei günstigen Einsteigervarianten muss man mit deutlichen Qualitätsverluste rechnen. 

 

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